Der Sitzungssaal der Mehr als BIP-Konferenz
Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) ist die weltweit anerkannteste Messgröße für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die oft als Fortschrittsindikator im Allgemeinen genutzt wird. Doch der Zusammenhang zwischen dem durch das BIP gemessenen Wirtschaftswachstum und anderen Dimensionen des gesellschaftlichen Fortschritts stellt sich in Wahrheit deutlich komplizierter dar. Eine korrekte Messung von Fortschritt, Reichtum und Wohlbefinden erfordert ebenso klare und „ansprechende“ Indikatoren wie das BIP, die aber umfassender als letzteres sein müssen. Unter anderem müssten diese Indikatoren auch soziale und umweltpolitische Fragestellungen berücksichtigen. Dies ist angesichts globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel, weltweiter Armut und Ressourcenknappheit sowie deren potenzieller Auswirkungen auf die Gesellschaft besonders wichtig.
Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament, der Club of Rome, die OECD und der WWF waren die Gastgeber dieser hochrangigen Konferenz. Ziel der Veranstaltung war herauszuarbeiten, welche Indikatoren am besten zur Messung gesellschaftlichen Fortschritts geeignet sind, wie sie am besten in den Entscheidungsfindungsprozess integriert und von der öffentlichen Debatte aufgegriffen werden können. Über 650 hochrangige Experten und politische Entscheidungsträger aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales und Umwelt haben über diese entscheidenden Punkte diskutiert.
Vor der Konferenz konnten sich führende Fachleute in einem Seminar über den aktuellen Stand der Entwicklung und politischen Anwendung der Indikatoren für Fortschritt, wirklichen Reichtums und Wohlergehen austauschen.